Die richtige Rasenpflege im Herbst

By | November 4, 2016

Wer seinen Rasen im Herbst vernachlässigt, der wird sich spätestens im nächsten Frühjahr darüber ärgern, denn Moosbefall und unschöne gelbe Flecken können die Folge sein. Wenn es kälter und nasser wird und die Sonne immer weniger scheint, dann braucht Ihr Grün noch mal etwas mehr Pflege, um die kalte Jahreszeit gut zu überstehen.

  1. Zum Herbstanfang vertikutieren

Noch bevor Ihr Rasen vom Laub bedeckt wird, sollten Sie ihm etwas Gutes tun und ihn einmal gründlich durchlüften. Gartenexperten raten das Vertikutieren bis Anfang November durchzuführen und damit Moos und abgestorbene Grashalme zu entfernen. Vor dem Vertikutieren sollten Sie Ihren Rasen auf 2cm kürzen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Messer des Vertikutierers nicht zu tief in den Boden schneiden, denn 2-3mm genügen bereits, um einen verjüngenden Effekt für Ihren Rasen zu erzielen.

  1. Laub vom Rasen entfernen

Je weiter der Herbst voranschreitet, desto mehr Laub sammelt sich im Garten. Während dieses zwischen Stauden und Zierbüschen im Beet eine positive Wirkung auf das Pflanzenwachstum hat, tut es dem Rasen gar nicht gut: Zu viel Laub auf dem Rasen behindert die Lichtaufnahme und fördert das Mooswachstum. Um dem vorzubeugen, sollten Sie mindestens einmal wöchentlich das Laub auf dem Rasen entfernen. Das geht entweder mit der Laubharke oder etwas leichter mit einem hoch eingestellten Rasenmäher mit Fangkorb. Die Rasenmäher-Methode bietet Ihnen außerdem den Vorteil, dass die Blätter gleich zerkleinert und mit stickstoffreichen Rasenschnitt gemischt werden, das lässt sie schneller verrotten.

  1. Auch im Herbst den Rasen mähen

Viele Menschen stellen das Rasenmähen mit dem Herbstanfang ein, dabei ist es für den Rasen besser, wenn er in den üblichen Zyklen solange es geht weitergemäht wird. Allerdings sollte ein besonders nasser Rasen nicht gemäht werden, denn zum einen besteht die Gefahr, dass das Mähwerk verklebt und zum anderen könnte sich ein feuchter Boden durch die Belastung zu sehr verdichten, was wiederum das Wachstum von Moosen anregt. Solange es nachts nicht friert wächst auch der Rasen, erst wenn es zu kalt wird, stoppt das Wachstum, Meistens ist das Anfang November der Fall, sodass Sie dann auch zum letzten Mal den Rasen mähen sollten.

  1. Richtig Düngen

Um Ihrem Rasen das Überwintern noch einfacher zu machen, sollten Sie daran denken ihn im Herbst zu düngen. Allerdings ist ein normaler Rasendünger im Herbst nicht mehr geeignet, da dieser zu viel Stickstoff enthält, was den Rasen den Winter über zu anfällig für Frostschäden macht. Im Fachhandel erhalten Sie speziellen Herbstdünger, der weniger Stickstoff und mehr Kalium enthält. Kalium festigt die Zellwände und beugt Frostschäden vor, so ist Ihr Rasen gut auf den Winter vorbereitet.

  1. Den Winterschlaf nicht stören

Genau wie die meisten anderen Pflanzen hält Ihr Rasen in den kalten Monaten eine Winterruhe. In dieser Zeit sollte der Rasen möglichst wenig belastet werden, denn er wächst nicht mehr und kann sich so von Schäden nicht regenerieren. Die gefrorenen Halme brechen schnell ab und im Frühjahr braucht der Rasen dann noch länger, um sich vom Winter zu erholen. Je weniger Ihr Rasen im Winter also belastet wird, desto ebenmäßiger und voller wird das Grün im Frühjahr zu neuem Leben erwachen.